Das Carl-Zeiss-Planetarium Stuttgart befindet sich derzeit im Mittleren Schlossgarten in Stuttgart. Neben dem eigentlichen Planetarium betreibt das Planetarium Stuttgart noch die Sternwarte Welzheim.
Bereits zwischen 1928 und 1943 gab es in Stuttgart ein Planetarium, das in einer Kuppel auf dem Hindenburgbau untergebracht war. Das Planetarium war mit einem ZEISS Modell II Projektor ausgestattet. Überreste davon sind im heutigen Planetarium im Kassenraum zu sehen. Das erste Stuttgarter Planetarium wurde bei einem Bombenangriff im Jahre 1943 zerstört.
Den Grundstein für das heutige Planetarium legte der 1969 von der Carl-Zeiss-Stiftung an die Stadt Stuttgart gestiftete Projektor Zeiss VI A. Das A des Projektortyps steht für Automatik – der Projektor war der einzige, der von Zeiss mit einer Automatik ausgeliefert wurde – alle anderen Planetarien haben ihre Automatik teils selbst realisiert, teils darauf verzichtet. Der Bau des Planetariums konnte erst 1975 durch die Unterstützung zahlreicher Spender beginnen. 1977 wurde das von Wilfried Beck-Erlang (1924–2002) entworfene Gebäude eröffnet und anlässlich des 100. Todestages von Carl Zeiss am 3. Dezember 1988 von Planetarium Stuttgart in Carl-Zeiss-Planetarium umbenannt.
Nach knapp 25 Jahren wurde der Projektor im Jahr 2001 durch das neueste Zeiss-Modell Universarium IX ersetzt. Lasershows gab es im Planetarium schon seit 1996 – seit einigen Jahren nun auch fest im Programm. Seit 2007 verfügt das Planetarium über eine All-Dome Laseranlage, heißt, es sind 360° Projektionen möglich.
Für Mitte 2011 war in Bad Cannstatt, in der Nähe des Neckarparks, die Eröffnungs eines neuen Mobilitätszentrums einschließlich eines neuen Planetariums vorgesehen. Das bisherige Planetariumsgebäude soll das Informationszentrum für die Baustelle des Bahnprojekts Stuttgart 21 werden. Aufgrund eines Formfehlers seitens der Stadt Stuttgart bei der Vergabe waren die Planungen für das neue Mobilitätszentrum zwischenzeitlich gestoppt worden. Im Januar 2009 hat die beim Regierungspräsidium Karlsruhe ansässige Landesvergabekammer entschieden, dass die Aufhebung des Vergabeverfahrens durch die Stadt Stuttgart nichtig ist. Damit können die Verhandlungen mit Investoren sowie für den Neubau des Planetariums weitergehen. Ein Erhalt des Planetariums am derzeitigen Standort würde in den nächsten Jahren Investitionen von rund fünf Millionen Euro notwendig machen, um die Technik auf den neuesten Stand zu bringen.
Im Sommer 2009 soll mit dem Architekturwettbewerb für das neue Mobilitätszentrum begonnen werden, so dass das neue Planetarium voraussichtlich 2012 seine Pforten öffnet. Mit dem Bau des Mobilitätszentrum soll im Sommer 2010 begonnen werden - vorausgesetzt, es finden sich bis dahin ausreichend Sponsoren, die einen Großteil der Ausstattung finanzieren. Laut einem Bericht der Stuttgarter Zeitung vom 5. August 2009 wurden die Planungen für das Mobilitätszentrum und den damit verbundenen Planetariumsneubau aufgrund der Haushaltslage der Stadt Stuttgart bis auf weiteres gestoppt.
Quelle: Wikipedia.de